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Dolce Vita statt Schule – Abschlussfahrt 2016 nach Sizilien

Noch nie haben wir uns so auf den ersten Schultag gefreut wie in diesem Jahr: Statt nach den Sommerferien wieder in den stressigen Schulalltag einzutauchen, machten wir uns früh um sechs Uhr auf den Weg nach Sizilien, um tatsächlich noch eine Woche länger Strand, Sonne, Meer und die schöne Gegend genießen zu können. Unser Hotel, das circa 30 Kilometer von Catania entfernt war und in dem wir nachmittags ankamen, lag zwar etwas abgelegen, doch trotzdem fühlten wir uns dort sofort wohl und machten uns nach der Ankunft gleich auf den Weg zum Meer, das zum Glück nicht weit entfernt war. Viele nutzten die letzten Sonnenstrahlen, um erste Fotos zu schießen oder sich im Wasser abzukühlen, natürlich unter der Aufsicht unseres „Salvataggios“ Herrn Thiel.

Doch wir hatten die weite Reise ja nicht nur zum Baden und Entspannen unternommen, sondern wollten auch die wunderschöne Insel erkunden. Ein Ausflugsziel, das wir gleich am ersten Tag ansteuerten, war der Ätna, der aktivste und höchste Vulkan Europas. Nach einer kurzen Busfahrt auf einer Höhe von 2000 Metern angelangt, konnten wir noch den ein oder anderen Anstieg zu Fuß zurücklegen und dabei die mondähnliche Kraterlandschaft bestaunen, der durch den nebelverhangenen Himmel eine mystische Aura verliehen wurde. Es war zwar gar nicht so einfach, den steilen und durch die vielen kleinen Lavasteine rutschigen Berg zu erklimmen, aber trotzdem machte die Wanderung auf den Kratern sehr viel Spaß.

Auch die Stadt Taormina, die dank ihrer wunderschönen Lage über dem Meer und der vielen alten und verwinkelten Gässchen ein Touristenmagnet ist, durfte auf unserem Programm natürlich nicht fehlen. Dort wollten wir – wie alle Touristen – zuerst das „Teatro Greco“ besuchen, von dem man einen traumhaften Blick über die Meeresbucht hat. Nach der Besichtigung des Theaters konnten wir in der Altstadt ein paar Souvenirs kaufen, uns ein Eis schmecken lassen oder einfach nur entlang der hübschen Häuserfassaden mit ihren blumengeschmückten Balkons schlendern.
Weitere Stationen auf unserer sizilianischen Entdeckungstour waren die Städte Syrakus und Noto. In Syrakus steuerten wir erst den Archäologischen Park an, wo es ein noch größeres Amphitheater als das in Taormina zu bewundern gab. In der weitläufigen Anlage kamen wir noch an einer weiteren Arena vorbei, bis wir schließlich das sogenannte „Ohr des Dionysus“ erreichten. Warum genau diese Felsenhöhle so heißt, erklärten uns die Lehrer in einer kurzen Mythologie-Nachhilfestunde. Anschließend fuhr uns der Bus in den südlichen Teil der Stadt auf die Halbinsel Ortigia. Dort ließ die „Arethusaquelle“ erneut die Herzen von Mythologieliebhabern höher schlagen. Auf unserer Sightseeing-Tour kamen wir außerdem am Apollotempel und am Dom von Syrakus vorbei, bevor wir die Stadt auf eigene Faust erkunden konnten.
Nächster Halt auf unserem großen Ausflugstag war Noto. Die Stadt ist bekannt für ihre vielen barocken Bauwerke, von denen wir einige bei einem Spaziergang durch die Altstadt passierten.
Am letzten Tag unserer Fahrt, der leider schneller gekommen war, als wir dachten, wollten wir auch die Großstadt Catania einmal besuchen und dort die letzten Souvenirs kaufen. Als Erstes wurde das Wahrzeichen der Stadt, der Elefantenbrunnen, angesteuert, der sich perfekt als Fotomotiv für ein Gruppenbild eignete. Diese Idee gefiel anscheinend nicht nur uns, sondern auch anderen Touristen, die, während der eigentliche Fotograf noch mit der optimalen Einstellung der Kamera beschäftigt war, auch schnell ein Selfie mit uns als Hintergrund machten. Nach der Besichtigung der Kathedrale von Catania beschlossen die Lehrer, uns nicht noch mehr Kulturprogramm zuzumuten, sondern stattdessen freie Zeit zum Shoppen zu gewähren, natürlich nicht ohne den Tipp, auch einmal beim großen Fischmarkt vorbeizuschauen.
Vollgepackt mit Tüten ging der Ausflug am frühen Nachmittag zu Ende und wir machten uns auf den Rückweg zum Hotel, wo sich uns am Sonntag die schwierige Aufgabe stellte, all unsere Einkäufe im Koffer zu verstauen. Als schließlich auch dies geschafft war, haben wir am Sonntagnachmittag wieder die Heimreise angetreten.

Während des Rückfluges erinnerte uns bereits ein Gewitter daran, dass uns in Deutschland ein etwas anderes Wetter erwarten würde als das, was wir in Sizilien so genossen haben. So begrüßten uns in Stuttgart auch gleich dicke Regenwolken. Nach einigen Stunden Busfahrt (weitaus mehr, als wir gedacht hatten, dank eines wohl nachtaktiven Busfahrers) kamen wir um drei Uhr nachts verschlafen aber wohlbehalten wieder in Bamberg an.

Wir bedanken uns bei Frau Gehringer und Herrn Thiel für diese wunderschöne Abifahrt, die perfekt organisiert war und dank der entspannten und heiteren Atmosphäre für uns unvergesslich bleiben wird.

 


25.11.2016 | Franziska Pfister und Annika Wicht

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