Schulleben

Besuch aus unserer Partnerdiözese Thiès/Senegal

Bestimmt habt Ihr bzw. haben Sie alle im Treppenhaus des Altbaus schon einmal die Bilder von der feierlichen Einweihungsfeier eines neuen Schulgebäudes im Collège Saint-Gabriel in unserer senegalesischen Partnerdiözese Thiès gesehen, an der Frau Hauck und Herr Reheuser vor einigen Jahren teilgenommen haben.

Seit mehr als zehn Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Bamberg und dem Bistum Thiès in Westafrika nun schon. Der Freiwilligendienst „weltwärts“ der Diözese ermöglicht jungen Freiwilligen aus Thiès in Bamberg zu leben und hier zu arbeiten, diesmal im Bamberger Klinikum und in einer Kindertagesstätte. Umgekehrt besuchen auch jedes Jahr drei Freiwillige unseres Bistums den Senegal, um die Erfahrung eines interkulturellen Austausches zu machen.

Da die Amtssprache Senegals Französisch ist und es für unsere Schülerinnen sehr spannend ist, ein nicht-europäisches Land, in dem Französisch gesprochen wird, nicht nur aus dem Schulbuch kennenzulernen, sondern authentisches Französisch von dort zu hören, lag es nahe, eine dieser Freiwilligen an unsere Schule einzuladen, um sie über ihr Land und ihr Leben dort und hier berichten zu lassen.

Jeanine Maty, eine dieser Senegalesinnen, die momentan in Bamberg leben, besuchte unsere Schule am 12.04.19. Zunächst wurde sie von Herrn Reheuser persönlich in Empfang genommen und durch das Schulhaus geführt, bevor sie anschließend auf Französisch vor verschiedenen Lerngruppen über ihr Heimatland, ihr Leben und ihre Zeit in Deutschland referierte. Die Schülerinnen begeisterten sich sehr für die Geschichten der sympathischen jungen Frau, die ihnen einen Einblick insbesondere auch in die kulturellen Unterschiede gewährte, z.B. Leben in Großfamilien im Senegal vs. Leben in Kleinfamilien und Altersheimen in Deutschland, übervolle Kirchen an Sonntagen im Senegal vs. leere Kirchenbänke in Deutschland. Die junge Frau berichtete auch über das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionsgruppen im Senegal: so sind nur etwa 5% der Senegalesen Katholiken, während etwa 94% Muslime sind, die sich sogar gegenseitig zu den jeweiligen Feiertagen einladen.

Alle Klassen zeigten sich angetan von diesem Vortrag, freuten sich, wie gut sie das Referat auf Französisch verstehen konnten und werden weiter interessiert die Entwicklung in Thiès, die für diese Schülerinnen an diesem Vormittag noch etwas mehr Partnerdiözese wurde, verfolgen.

Wer Lust bekommen hat, nach der Schule an diesem Austauschprogramm teilzunehmen, kann sich gerne an das Jugendamt der Erzdiözese Bamberg wenden.

Im Folgenden schildert Jeanine ihre Eindrücke über die Zeit in Bamberg und die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und dem Senegal:

<<Je suis Jeanine, âgée de 32 ans, infirmière sénégalaise ayant fait ses études au Sénégal jusqu´au baccalauréat et sa formation à l´école des infirmières pour 3 ans.

Le Sénégal est un pays de l´Afrique de l´ouest avec une population d´environ 16 millions habitants majoritairement femmes et minoritairement hommes. Le Sénégal est réparti en 16 régions avec comme capitale Dakar.

Je viens de la région de Thiès avec une population de 2 millions environ. Le diocèse de Thiès est en partenariat avec le diocèse de Bamberg depuis des années et je suis aujourd´hui à Bamberg dans le cadre de ce partenariat. Je suis ambassadrice de mon pays et plus particulièrement de mon diocèse ici à Bamberg. Ayant exercée pendant 5 ans dans une structure hospitalière de mon diocèse, j´ai été envoyée comme volontaire avec une autre jeune femme, moi, à Klinikum Bamberg et l´autre à une garderie d´enfants.

Ma vie en Allemagne ?

Des débuts difficiles à cause du climat que j´ai jamais connu et à cause de la langue allemande. Tout fut tout nouveau pour moi. Comment j´ai vécu ce changement climatique, social, culturel, politique et religieux ? J´ai tout simplement pris mon courage à deux mains et essayé contre vents et marées d´avancer et après 5 à 6 mois ici, tout es devenu l´inverse, tout est devenu si beau pour moi : j´ai appris et parle la langue avec plaisir, Bamberg me plaît pour sa propreté (surtout avec le tri des poubelles qui n´existe pas dans mon pays d´origine, Bamberg est bien structuré et bien organisé, les gens sont très travailleurs et ponctuels, la vie culturelle me plaît beaucoup (festivals, Noël, Pâques…), L´Allemagne m´a beaucoup redonné courage, je peux mieux m´organiser, mieux planifier ma vie actuelle et future. J´adore la beauté de la nature en Allemagne et veux être ambassadrice dès que je rentre pour faire beaucoup de reboisement, rendre ma ville avec le soutien du gouvernement propre. Dans le cadre de mon travail j´ai appris beaucoup de nouvelles choses comme les nouvelles technologies employées ici. Je rentrerai toute neuve aussi et partagerai tout ce que j´ai appris ici de nouveau avec ma structure employeur au Sénégal.

Quelles différences entre le Sénégal et l´Allemagne du côté social ?

Les messes du dimanche au Sénégal sont toujours remplies et il y a plus de jeunes que de vieux car la population sénégalaise est majoritairement jeune. Les maisons de retraités ne sont pas connues au Sénégal. C´est de la culture sénégalaise de vivre avec ses grands- parents, tantes, oncles etc. dans la même famille. Comparé à l´Allemagne le Sénégal est très en recul de développement, n´a pas beaucoup d´industries et beaucoup de jeunes sont au chômage et beaucoup d´enfants ne vont pas à l´école par manque de moyens des parents. Au Sénégal nous vivons en parfaite harmonie avec les musulmans car il existe que 5% de catholiques, 94% de musulmans et 1% de religions culturelles. La famille sénégalaise est toujours soudée et reliée aux autres familles. « Tout le monde est parenté au Sénégal ». Nous avons comme langue officielle le français, avec une langue nationale le wolof et plusieurs langues traditionnelles. Au Sénégal nous avons des fêtes traditionnelles telles que le baptême, le mariage, la circoncision et des fêtes religieuses telles que Noël, Pâques, Assomption, Pentecôte etc…pour les catholiques et on invite nos parents musulmans et vice versa.  …>>


29.05.2019 | Christina Kastner

Weitere Artikel

Aufnahme für das Schuljahr 2020/21: Anmeldezeitraum vom 18 bis zum 22. Mai nicht versäumen!
Liebe Schülerinnen der vierten Klassen, sehr geehrte Eltern, vielfach erreichen uns Meldungen, dass in diesem doch sehr besonderen Jahr unser spezielles Aufnahmeverfahren mit Voranmeldung und endgültiger Anmeldung nicht überall wahrgenommen wurde. Selbstverständlich sind wir hier als Schule flexibel und nehmen ihre Anmeldungen bis zum Ende des offiziellen Anmeldezeitraum (22.Mai 2020) gerne entgegen.

Etappenweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs
Liebe Schülerinnen, sehr geehrte Eltern, seit dem 5. Mai haben wir ein wenig Klarheit, wie es nun mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs weitergehen wird.

Die Q11 grüßt das MWG
Als eine Reaktion auf die Collage der Lehrer und einen kleinen Gruß an die gesamte Schulfamilie wollten wir, die Q11 auch eine Collage gestalten. Die momentane Zeit ist sicherlich für jeden in jeglicher Hinsicht schwierig, aber es ist schön zu sehen wie unsere Schulfamilie zusammenhält und es wird definitiv irgendwann der Tag kommen, an dem sich alles gelohnt hat. In diesem Sinne bleiben Sie alle gesund und wir freuen uns schon hoffentlich bald wieder gemeinsam in der Schule lernen und lachen zu können.

Gedenkveranstaltung an die Opfer des Holocaust
Bericht zur ersten Schulveranstaltung der weiterführenden Schulen aus der Stadt und dem Landkreis Bamberg zur gemeinsame Gedenkveranstaltung an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2020

Schulöffnung und Unterricht
Die Q12 startet wieder mit dem Präsenzunterricht in den Abiturkursen.

Exkursion nach Aschaffenburg (Juli 2019)
Inzwischen ist es für unsere Schülerinnnen der sechsten Jahrgangsstufe zu einer schönen Tradition geworden, das Schuljahr mit einer Exkursion ausklingen zu lassen. Verstärkt wurde die Gruppe durch einige Schülerinnen des Lateinkurses und des Archäologiekurses der Q11.

Neuaufnahme am Maria-Ward-Gymnasium
Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schülerinnen der vierten Klasse, der Übertritt und der Schulwechsel steht unmittelbar bevor. Leider ist es uns in diesem Jahr nicht möglich, uns hier vor Ort am Maria-Ward-Gymnasium persönlich kennenzulernen. Wir möchten uns daher mit unserem Schulangebot virtuell in einem Videobeitrag vorstellen:

Maria-Ward-Schulsong: Niemals allein!
Viele Schülerinnen, Eltern, Kolleginnen und Kollegen haben ihre digitalen Stimmaufnahmen an uns geschickt und so zu der Erstellung eines extra komponierten Schulsongs zur Zeit der Schulschließung beigetragen. Dafür bedanken wir uns bei allen Mitwirkenden ganz herzlich.

Schöne Ferien und frohe Ostern!
Wir wünschen der gesamten Schulfamilie Gesundheit, alles Gute und frohe Osterfeiertage!

Notfallbetreuung in den Osterferien
Für Schülerinnen der Jahrgangsstufen 5 und 6 unserer Maria-Ward-Schule, deren Eltern im „systemkritischen Bereichen“ arbeiten, besteht die Möglichkeit einer Notfallbetreuung während der Werktage in den Osterferien.

Schulleben