Fahrten

13. bis 20.09.2015: Auf der Suche nach dem perfekten Highlander

Auch dieses Schuljahr begaben sich 30 neugierige Schülerinnen und das Lehrerduo Frau Braun und Herr Koch auf die Suche nach Nessie.

Früh morgens am Sonntag machten wir uns auf den Weg Richtung Schottland. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir dabei unser erstes Ziel, Zannse Schans bei Amsterdam. Holland ohne Windmühlen geht nicht. Am Spätnachmittag ging es dann auf die Fähre und dort verbrachten wir eine lange und laute Nacht in dem schaukelnden Hotel auf Deck 2.
Die Stimmung war unbeschreiblich, als wir bei Sonnenschein am Montagmorgen die Küste Englands zu sehen bekamen und umso besser als wir dann bei Newcastle tatsächlich auf britischem Boden standen. Die Freude war groß und die Aufregung noch größer. Alle waren gespannt auf Edinburgh, auf unser Hostel und die schottischen Landschaften. Wir befanden uns mitten in einem Abenteuer entlang der Ostküste. Selbst das typische britische Nebelwetter, das an der Küste später aufzog, konnte unsere Stimmung nicht vermiesen. Unser erster Zwischenstopp auf der britischen Insel war Bamburgh (ja ihr habt richtig gelesen). Dort fand auch unser erstes der legendären Picknicks statt (mit Wiener, Käse, Brötchen, Eiern, Paprika, etc.). Mit vollem Magen stiefelten wir dann hoch zum Bamburgh Castle, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf das vom Nebel bedeckte Meer erhaschen – na ja, vielleicht eher erahnen konnte. Schaurig schön. Dann ging es wieder zurück in den Bus – auf nach Schottland! Müde, aber dennoch voller excitement erreichten wir unser „Lighthouse Hostel“ in Edinburgh. Mit gefühlten 16% übriger Energie nahmen wir an der kleinen Stadttour by Mr. Koch teil, ehe wir in das „weite“ Edinburgh entlassen wurden. Natürlich erkundeten wir zunächst die gesamte Royal Mile und die Princes Street – die Einkaufsstraßen Edinburghs. Eine unbeschreibliche Stadt und ein unbeschreiblicher Tag! Übermüdet ging es zurück ins Hostel.
Am zweiten Tag, Dienstag, in Edinburgh machte uns Mr. Koch mit einem alten Freund und echten Scotsman bekannt: Gavin. Er zeigte uns noch weitere Schönheiten der Altstadt – und das natürlich im Kilt. Jedoch das Highlight des Tages war definitiv der Besuch des Calton Hills. Ein kleiner Hügel mitten in der Stadt verschaffte uns den schönsten Blick auf ganz Edinburgh. Wir alle kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus und es wurde geknippst bis zum geht nicht mehr. Ein unbeschreiblicher Moment, der außerdem noch durch etwas Fudge (eine schottische Süßigkeit) versüßt wurde!
Edinburgh ist einfach zum Verlieben! Nachmittags besichtigten wir das Edinburgh-Castle mit Audio-Guide. Es macht Spaß, ein Castle im Alleingang mit knappen und gut aufgearbeiteten Infos im Ohr zu erkunden. Am späten Nachmittag gingen wir unserer Wege und machten die zahlreichen Geschäfte der Stadt unsicher – Shoppingtour in Edinburgh – hoffentlich reicht die Zeit.
Unser nächstes Highlight war am Mittwoch die Fahrt nach St. Andrews, wo auch die berühmt berüchtigte Universität in der Prince William, Kate und auch Mr. Koch studiert haben. Dort genossen wir auf einem Turm wieder einen atemberaubenden Ausblick auf das Meer und auf die kleine Universitäts-Stadt. Wieder einmal hat uns Schottland einfach überwältigt! Bevor es nach Falkirk ging, picknickten wir auf einer Wiese mit Blick auf den Strand und St. Andrews. Es waren die kühle Sommerluft und das Rauschen des Meeres und die gute Laune, die diesen Moment zusammen einfach perfekt machten. Nachdem wir die Zeit ein wenig aus den Augen verloren hatten, mussten wir uns ein bisschen sputen, um unseren Termin beim Falkirk Wheel, Europas einzigem rotierendem hydraulischen Schiffshebewerk, einhalten zu können. Unsere Bilanz: Eine Art Badewanne, die Schiffe 35 Meter hoch in die Luft transportiert, damit diese dann im Kanal weiter nach Edinburgh weiterfahren können, ist mächtig beeindruckend. Anschließend ging es wieder zurück nach Edinburgh.
Es heißt ja immer „make yourself at home“, wenn man zu Gast bei jemandem ist und unser Problem war, dass das Lighthouse Hostel, schon wie ein zweites Zuhause für uns war. Der Gruppenraum strahlte die Gemütlichkeit eines eigenen Wohnzimmers aus und die Lage zur Stadt machte es einfach perfekt, sodass man am liebsten nie wieder wegmochte. Wir waren sehr traurig, dass wir Edinburgh so schnell verlassen mussten, doch umso gespannter auf unser nächstes Abenteuer und unsere nächste Unterkunft in Oban.
Auf dem Weg nach Oban am Donnerstag besuchten wir „Stirling Castle“ und dann ging es ab in die Highlands. Was darf nicht fehlen? Klar, ein Picknick an einem Loch, und das bei Sonne, o.k. Sonnenloch, aber nur für uns. Gut gestärkt ging es durch die unüberwindbaren Highlands, das Hochland von Schottland, die gefährlichste Schönheit Schottlands. Nun war für Frau Braun auch endlich der lang erwartete Moment gekommen, ihr Wissen mit uns zu teilen, indem sie uns über die Geschichte der Highlands und das Massaker von Glencoe aufklärte. In jeder Hinsicht waren die Highlands einfach überwältigend.
Am frühen Abend erreichten wir Oban. Gleich, nachdem wir die Zimmer in unserem Hostel bezogen hatten, ging es nach einem kurzen Abendessen auch schon zum Skipinnish Ceilidh House. Ja, auf dem Plan stand tanzen zu Dudelsackmusik! Alle waren aufgeregt und nervös, aber nach nur kurzer Zeit fingen auch die letzten Muffel an, endlich ihr Tanzbein zu schwingen. Es war ein lustiger Abend mit schottischen Tänzen - die wir für das erste Mal gut meisterten! Ein wirklich lustiges Erlebnis, das jeder Schottlandbesucher erfahren sollte. Doch auch dieser lustige Tag ging viel zu schnell vorbei.
Der nächste Tag, Freitag, sollte einer der anspruchsvollsten überhaupt sein, denn er begann mit einer Küstenwanderung von Oban zum Castle Dunstaffnage. Die Anstrengung durch ein teilweise steiles Auf und AB wurde mit einer unbeschreiblichen Aussicht auf das Meer belohnt. Nach unserer Rückankunft war natürlich der nächste Event eingeplant - ein Besuch in der Oban Whiskey Distillery. Dort wurden wir in die Herstellung des Whiskeys eingeweiht. Wir wissen nun, der Whiskey in Oban schmeckt nach Zitrusfrüchten und einer Spur Salz sowie zart torfig-rauchig. Lecker, für die die es auch schmecken durften, also unsere beiden Lehrkräfte.
Am Abend trafen wir uns für unser gemeinsames Abschiedsessen im Pub „The Lorne“, vor allem der „Schoko-Fudge-Cake“ bleibt einigen unvergessen.
Dann ging alles ganz schnell. Samstagmorgen, Koffer packen, Bus beladen, Newcastle ansteuern, Fähre besteigen, Nachtfahrt – wieder ruhig und beschaulich – und – Amsterdam! Ein paar Stündchen mussten drin sein. Manche betraten gleich wieder ein Schiff für eine Grachtenfahrt, um einen ersten Überblick über die Stadt zu bekommen. Andere taten das, was sie am liebsten tun – shoppen. Fazit von Amsterdam: Mehr Fahrräder als Einwohner, viele verrückte Leute und Geschäfte, Geschäfte, Geschäfte. Nachmittags hieß es dann nur noch ade und nach ein paar Stündchen Autobahn landeten wir um 22.OO Uhr müde und voller Eindrücke wieder in den Armen unserer Eltern. Immer wieder gerne! Danke Herr Koch und Frau Braun!

19.04.2016 | Hannah Fischer

Weitere Artikel

Dolce Vita statt Schule – Abschlussfahrt 2016 nach Sizilien
Noch nie haben wir uns so auf den ersten Schultag gefreut wie in diesem Jahr: Statt nach den Sommerferien wieder in den stressigen Schulalltag einzutauchen, machten wir uns früh um sechs Uhr auf den Weg nach Sizilien, um tatsächlich noch eine Woche länger Strand, Sonne, Meer und die schöne Gegend genießen zu können. Unser Hotel, das circa 30 Kilometer von Catania entfernt war und in dem wir nachmittags ankamen, lag zwar etwas abgelegen, doch trotzdem fühlten wir uns dort sofort wohl und machten uns nach der Ankunft gleich auf den Weg zum Meer, das zum Glück nicht weit entfernt war. Viele nutzten die letzten Sonnenstrahlen, um erste Fotos zu schießen oder sich im Wasser abzukühlen, natürlich unter der Aufsicht unseres „Salvataggios“ Herrn Thiel.

Schüleraustausch mit Grenoble vom 07. bis 14. März 2016: On y est retournés !
Am Montag, …war es wieder soweit: Eine Gruppe von 39 Maria-Ward-Gymnasiastinnen wartete gespannt und zum Teil auch nervös auf die Abfahrt des Busses nach Saint-Ismier bei Grenoble. Weder Terrorwarnungen noch der in Frankreich herrschende "état d’urgence" konnten uns davon abhalten, zum 6. Mal das 'Collège du Grésivaudan' zu besuchen, um im Rahmen des Schüleraustausches die dort entstandenen Freundschaften zu pflegen und neue Beziehungen zu knüpfen.

Bericht Studienfahrt Barcelona
“Barcelona, Barcelona, vamos a Barcelona“

Fahrten