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Tipps von unserer Schulpsychologin: Zum Umgang mit Verunsicherung und Angst

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen!Die aktuelle Lage stellt für uns alle eine noch niemals dagewesene Situation dar. Wir wissennicht, wie wir automatisch richtig reagieren können, um dieses Problem zu bewältigen. Sehr unterschiedliche, bedrohliche Botschaften - seien es dramatische Bilder oder Prognosen von Experten - vermitteln uns das Gefühl einer Gefahr, die nicht richtig greifbar ist und dadurch schwer eingeschätzt werden kann.

So ist es gut nachvollziehbar, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene u,U. mit Verunsicherung und auch Angst reagieren.


Deshalb möchte ich einige Tipps geben, die helfen können, besonnen zu bleiben und ruhig zu handeln.
  • Wir sind in einer Krise, die wir als solche akzeptieren sollten. Sowohl Leugnen des Problems („Das ist doch alles ganz harmlos“) als auch eine Übertreibung der Gefährdung führen dazu, dass man nicht angemessen handeln kann.
  • Lassen Sie sich nicht von Panik anstecken. Suchen Sie Kontakt zu vernünftigen, gelassenen Menschen. Zu viele Informationen können lähmen. Ignorieren Sie Panikmache, vor allem in den sozialen Medien.
  • Es ist für unser psychisches Wohlbefinden zentral, dass wir erleben, einer Situation nicht hilflos ausgeliefert zu sein. Sinnvolle Aktivitäten unterstützen uns dabei zu erleben, eine gewisse Kontrolle über die Situation zu haben. Nehmen Sie Schutzmaßnahmen ernst und halten Sie sich daran. So unterstützen Sie die Verringerung der aktuellen Gefahr und wissen , dass Sie mit Ihrem Tun aktiv einen guten Beitrag leisten.
  • Strukturen und Routinen sind in Zeiten der Unsicherheit wichtig für das seelische Gleichgewicht, denn sie signalisieren Normalität. Ein geregelter Tagesablauf leistet hierbei sehr viel.
  • In den letzten Wochen haben wir sehr viel Solidarität erfahren. Menschen unterstützen sich gegenseitig und halten zusammen. Jeder bemüht sich, durch das Einhalten von notwendigen Schutzmaßnahmen, seinen Beitrag zu leisten. Sicherlich fällt es oft nicht leicht , so lange Zeit z.B. ohne direktem Kontakt zu Freunden zu sein. Die Tatsache, dass alle trotzdem mitmachen, erzeugt ein Gemeinschaftsgefühl und innere Stärke.
Sie sind herzlich eingeladen, unseren Podcast zum Umgang mit Verunsicherung und Angst anzuhören! 

Ich grüße Sie herzlich, kommen Sie gut durch die Zeit und bleiben Sie gesund!

Ulrike Schleifer (staatliche Schulpsychologin)

18.04.2020 | Ulrike Schleifer, staatliche Schulpsychologin

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