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Hoher Besuch beim P-Seminar

Staatsministerin Melanie Huml zu Gast am Maria-Ward-Gymnasium

Im Rahmen des P-Seminars „Die Frau in der modernen Arbeitswelt“ konnten wir Staatsministerin Melanie Huml am 27.01.2017 in unserer Schule begrüßen. Sie wurde von Schulleiterin Frau Käfferlein, Herrn Hillemeier, Herrn Deusel, Herrn Zwack und den Schülerinnen der 10., 11. und 12. Jahrgangsstufen herzlich in Empfang genommen.

Gleich zu Beginn ihres Besuchs musste sie ein wichtiges Telefonat mit dem bayerischen Ministerpräsident, Horst Seehofer, führen. Dadurch wurde den Schülerinnen klar, welche Ehre es war, die Staatsministerin Melanie Huml an unserer Schule begrüßen zu dürfen.

 Im Vorfeld des Besuchs hatten die Schülerinnen des P-Seminars einige Fragen an die Ministerin für Gesundheit und Pflege vorbereitet.

 Frauen bekommen oft niedrigeres Gehalt als Männer. Frau Huml erklärte uns, dass Männer ihren Job öfter wechseln, um so bessere Aufstiegschancen zu bekommen. Frauen seien eher im sozialen Bereich tätig, der oft unterbezahlt sei. Frau Huml findet es sehr schade, dass diese wichtigen und anspruchsvollen Tätigkeiten zu gering honoriert werden.

In diesem Zusammenhang stellte sich die Frage wieso Pflegeberufe denn überhaupt unterbezahlt seien, obwohl ein so hoher Bedarf nach Personal bestehe. Angehörige wollen möglichst wenig für die Pflege bezahlen und bevorzugen die günstigsten Angebote. Um aber qualitätsvoll zu pflegen, so die Forderung der Ministerin, muss auch das Personal leistungsgerecht bezahlt werden.

Der Generationenvertrag in der Zukunft kann laut Staatsministerin Huml nur ohne eine übermäßige Belastung der Bürger umgesetzt werden. Um eine Erhöhung der Pflegeversicherung um weitere 0,5% käme man wohl trotzdem nicht herum. Der Staat könne in wirtschaftlich starken Jahren Rücklagen bilden, in Krisenzeiten können diese dann für neue Investitionen verwendet werden.

Frau Humls politische Lösungsansätze konnten die Schülerinnen aufgrund ihrer anschaulichen Darstellungsweise gut nachvollziehen.

Anschließend schilderte Frau Huml ihren Wochenablauf. So konnten wir erfahren, was die Aufgaben und Pflichten einer Staatsministerin sind. Neben Parteisitzungen, Fraktionssitzungen und Plenartagen im bayerischen Landtag unternimmt Frau Huml Reisen quer durch Bayern. Auch Termine in benachbarten Ländern wie Belgien und die Niederlande gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Da ihr Terminkalender sehr durchgetaktet ist, muss sie sogar die Autofahrten zum Arbeiten nutzen.

Ihr Beruf als Staatsministerin gefalle ihr sehr gut, da sie viel von sich selbst einbringen kann und die Zukunft aktiv mitgestalten und verbessern kann. Sie betonte, wie wichtig politisches Engagement sei und wie junge Frauen wie wir gebraucht würden.

Anschließend wollten die Schülerinnen von Frau Huml wissen, wie sie als Staatsministerin und Mutter von zwei Kindern Berufs- und Familienleben vereinbaren kann. Dies gelänge ihr nur mit der Unterstützung ihres Ehemannes, ihrer Eltern und Schwiegereltern. Sie weiß, dass die Kinder gut versorgt sind und sie ihren beruflichen Aufgaben nachgehen kann. Trotzdem versucht sie jeden Tag Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und vor allem am Wochenende die Zeit als Mutter zu genießen.

Unsere letzte Frage befasste sich mit der politischen Entscheidung zu G8 oder G9. Sie steht der Frage offen gegenüber und begründet es damit, dass das Abitur nach 8 Jahren gut machbar ist. Andererseits ist die Entwicklung der Schüler unterschiedlich, sodass auch 9 Jahre Gymnasium sinnvoll sein können.

Durch das große Interesse der Schülerinnen und die Offenheit von Melanie Huml wurde der Besuch der Staatsministerin zu einem informativen Austausch über aktuelle politische Themen im Bereich Gesundheit und Pflege.

Die Moderatorinnen bedankten sich im Namen der Schülerinnen und Lehrkräfte des Maria-Ward-Gymnasiums für die Zeit, die sich Staatsministerin Melanie Huml genommen hat, um die Fragen der Schülerinnen zu beantworten.


 


08.02.2017 | Anna-Lena Arnold, Dorothea Großkopf

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