Itinera (Reisen)

Iter Pompeianum
Eine Reise nach Pompeii – das wäre eigentlich etwas Tolles!
Das Problem dabei ist jedoch, dass dies sehr zeitaufwändig und teuer wäre. Es genügt allerdings auch, sich ein Regionalticket der Deutschen Bahn zu besorgen und in den Zug nach Aschaffenburg zu steigen.Iter Pompeianum
Hier hat König Ludwig I von Bayern zu Beginn des 19. Jahrhunderts schon vorgearbeitet und ein römisches Haus aus Pompeii komplett rekonstruieren lassen: das sogenannte „Pompeianum“.
So machte sich der Lateinkurs der Q 11 auf den Weg dorthin, um für eine gewisse Zeit in die Antike einzutauchen: Schon der Blick vom Eingang in das Atrium weckte unser Interesse. Beim Rundgang durch die weiteren Räume wie zum Beispiel Wohn- und Schlafräume sowie Winter- und Sommertriclinium (Esszimmer) konnten wir uns ein gutes Bild vom Leben in Pompeii im 1. Jahrhundert nach Christus verschaffen. Allein die Wandmalereien waren beeindruckend, ebenso wie die Exponate, welche aus Büsten bedeutender Persönlichkeiten, Statuen und Gebrauchsgegenständen bestanden.
Am Ende unserer Exkursion besuchten wir Schloss Johannisburg mit seiner sehenswerten Sammlung von historischen Korkmodellen des antiken Rom. So konnten wir zum Beispiel das Kolosseum, Triumphbögen oder Grabmäler als originalgetreue Miniaturen bestaunen.

Traditionsgemäß unternehmen die Schülerinnen der sechsten Jahrgangsstufe und der Oberstufe eine Exkursion zu Römermuseen und römischen Ausgrabungen. Ziele waren bisher Weißenburg mit Thermen und Römermuseum (als Abrundung eine kleine Schiffsreise auf dem Großen Brombachsee), das Pompeianum in Aschaffenburg, das Römermuseum in Manching oder das römische Kastell in Pfünz. Die Schülerinnen der Oberstufe besuchten zum Beispiel München, Regensburg und Trier.

Latein lebt! – Ein Ausflug in die Welt der Römer

31 Schülerinnen der Q11 (Jahrgang 2014/2016) durften sich Mitte Juli 2015 freuen, den überhitzten Klassenräumen für zwei Tage zu entkommen, und das auch noch auf so spannende Weise: Die Schülerinnen des Latein-Kurses der Q11 sowie des W-Seminars „Latein - 2000 Jahre aktuell“ und des P-Seminars „Organisieren eines Römerspektakels“, allesamt unter Leitung von Herrn Dolling, hatten die Möglichkeit, zwei Tage lang eine Latein-Exkursion der besonderen Art zu erleben. Nach einem im Rahmen des P-Seminars ausgearbeiteten Programm ging es bei bestem Sommerwetter für zwei Tage in den Süden Bayerns auf römische Spurensuche.

Nach einem pünktlichen Start am Donnerstag, 16. Juli 2015, ging es mit dem Bus los ins Römer und Kelten Museum Manching. Dort wurde uns in einer ansprechend konzipierten Ausstellung ein interessanter Überblick über die römische und keltische Welt ermöglicht. Aber auch unser eigener Einsatz war gefragt, als es daran ging, unter freundlicher Anleitung unser eigenes römisches Mittagessen zuzubereiten. Mit viel Freude und viel Appetit wurden so unter anderem kleine Brötchen mit etwas ungewöhnlichen Zutaten wie Kreuzkümmel, Anis und Lorbeerblättern gebacken, ein römischer Salat zubereitet, gefüllte Datteln gebraten und eine Süßspeise aus Aprikosen mit einer kräftigen Soße gezaubert. Natürlich durfte das Gekochte dann auch probiert und nach Bewundern des bunten Büffets aufgegessen werden, wobei wir zwar feststellten, dass der zum Teil süß-saure Geschmack der römischen Küche (Datteln, Honigsoße etc…) sich zwar von unserem unterscheidet, uns aber dennoch überzeugte. Weiter ging es zum ehemaligen Römerkastell Abusina. Auf der weitläufigen Fläche von grasüberwachsenen Ruinen musste man in der Nachmittagssonne ein schattiges Plätzchen zwar länger suchen, dafür gab es viele interessante Infos und Eindrücke zum Aufbau des Kastells und zu seiner Größe. Danach durften wir uns im gekühlten Bus entspannen, bis wir am frühen Abend in unserem Jugendgästehaus in Straubing ankamen. Nach dem Abendessen nahmen wir den Spaziergang in die Innenstadt Straubings auf uns und kamen in den Genuss einer der bekannten Nachtwächter-Führungen. Während eines malerischen Sonnenuntergangs wurden wir von einem „waschechten Straubinger“ mit so mancherlei Besonderheit der Stadt bekanntgemacht und konnten die angenehme Atmosphäre genießen.

Am nächsten Tag setzten wir unser durchgeplantes Programm mit der Fahrt ins nahegelegene Regensburg fort. Dort bewunderten wir nicht nur den Dom, sahen uns im Historischen Museum die in Stein gemeißelte „Geburtsurkunde“ der Stadt Regensburg (natürlich auf Latein) an, sondern hatten auch Zeit, auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Am frühen Nachmittag folgte dann der abschließende Höhepunkt unserer Exkursion, die Fahrt auf einem „echten“ römischen Patrouillenboot. Dieser römische Kriegsschifftyp ist ein flaches Ruderboot, das von etwa 30 Ruderern angetrieben wurde – genau passend also für unsere Gruppe. Nachgebaut wurde das Boot von den Studenten des Lehrstuhls Alte Geschichte der Universität Regensburg, die uns vorher instruierten und eine kleine Vorführung zum Thema „römischer Legionär“ boten. Am Ruder merkten wir schnell, dass Teamarbeit und Disziplin gefragt waren, wenn man von der Stelle kommen wollte. Nach den Anweisungen des routinierten Bootsführers gelang uns die zum Teil schweißtreibende und Konzentration fordernde Aufgabe, die Riemen im Takt zu bewegen, dennoch recht schnell und so konnten wir den frischen Fahrtwind auf der Naab genießen und uns richtig „römisch“ fühlen.
Ausgepowert ging es dann nach zwei sehr schönen Tagen am Donnerstagnachmittag zurück nach Bamberg.
An dieser Stelle vielen Dank an Frau Becker und Herrn Dolling für die abwechslungsreiche und schöne Exkursion.
(Katharina Nau)

Gruppenbild der Teilnehmer
Römisches Essen
Rudern in einem


Anna Schmitt und der Leistungskurs Latein KS 13

Plenus venter non studet libenter.
Eine kleine Exkursion durch München vom 21. bis zum 22. Mai 2010

Manch einer kommt in die heimliche deutsche Hauptstadt Deutschlands, München, und absolviert das übliche straffe ,,Touri- Programm“: Stadtführungen, Museenbesuche, Halt bei bekannten Gaststätten... . Ob das der beste Weg ist, eine Stadt näher kennen zu lernen, ist fraglich.
Wir (also der Leistungskurs Latein und ich als Gast) hatten dank unseres Herrn Deuerling die Möglichkeit, München von einer ganz anderen Seite zu erkunden: Wichtige Sehenswürdigkeiten, gepaart mit persönlichen Erinnerungen, ergaben eine außerordentlich interessante Stadtführung.
Das erste Ziel nach unserer Ankunft am Freitagnachmittag führte uns zur Max- Vorstadt mit der Glyptothek, wo wir einen sehr umfassenden Überblick über die römischen Kaiser anhand zahlreicher antiker Büsten und Porträts bekamen und unter anderem die Bekanntschaft mit dem berühmt-berüchtigten Faun machten.
Im Anschluss an den kurzen Erfrischungsaufenthalt in der Jugendherberge starteten wir direkt ins Münchner ,,Nachtleben“: Mit der U-Bahn kamen wir an der vor allem aus der Zeit des dritten Reiches bekannten Feldherrnhalle an, besichtigten ein paar Häuser weiter die Staatsbibliothek (die größte Bibliothek Europas!) und sahen uns den Lichthof der Ludwig-Maximilian-Universität (dort studierten die Geschwister Scholl) an.
Einen krönenden Abschluss unseres ersten Tages bildete der Besuch im idyllischen Englischen Garten vor der Kulisse eines etwas höher gelegenen, nachgebildeten antiken Tempelchens, des Monopteros, hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die wichtigsten Türme der Stadt. Herrlicher Sonnenschein und die Musik eines Geigenspielers gaben diesem Blick über die Stadt das gewisse Etwas. Immer noch frisch und munter machten wir uns auf den Weg zur Isar, von wo aus wir den Friedensengel aus nächster Nähe betrachten konnten. Dieser Friedensengel wurde Ende des 19. Jahrhunderts anlässlich der 25 Jahre andauernden Friedenszeit errichtet (leider brach nur einige Jahre später, nämlich im Jahre 1914, der Erste Weltkrieg aus).
Im Anschluss an einen kurzen Spaziergang an der Isar hatten wir den restlichen Abend zur freien Verfügung. Leicht hungrig und kaum müde machten wir uns unter der Leitung unserer Steffi gemeinsam auf den Weg zum Marienplatz. Nach kurzem Umherirren in der immer noch belebten Fußgängerzone fanden wir ein geeignetes Restaurant (das Vapiano, ein wahres Schlaraffenland für hungrige Teilnehmer einer Studienfahrt), wo wir wirklich nur eine Kleinigkeit zu uns nahmen.
Wir verbrachten eine sehr angenehme Nacht in unserer Jugendherberge und konnten am frühen Morgen ein ausgedehntes Frühstück genießen. Frisch gestärkt machten wir uns per pedes auf den Weg zu unserem letzten Ziel, der Alten Pinakothek: dort erhielten wir eine aufschlussreiche Führung, bei welcher wir anhand speziell ausgewählter Gemälde von der Bedeutung der Thematik antiker Mythologie für spätere Zeiten erfuhren.
Schade, dass uns nicht mehr genug Zeit blieb, um alle Bilder dieser wirklich unglaublichen Ausstellung zu betrachten (Die alte Pinakothek ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, besonders für alle, deren Herz für Kunst schlägt.
Leider war nun unsere Zeit in München schon zu Ende und so marschierten wir mit unserem Gepäck zum von Fußballfans heimgesuchten Münchner Hauptbahnhof.
Es folgte eine sehr abenteuerliche Zugfahrt, bei der wir das volle Ausmaß einer Zugüberfüllung erfahren konnten.Doch wohlbehalten erreichten wir nach den Bamberger Bahnhof und konnten nach zwei wunderschönen Tagen in München in die lang ersehnten Pfingstferien starten!
Lieber Herr Deuerling, vielen herzlichen Dank für die zwei wundervollen Tage, die wir Ihrem Engagement verdanken dürfen! Lieben Dank auch an unsere Begleitung Frau Müller!
Und von meiner Seite aus schulde ich dem liebsten aller Leistungskurse meinen Dank, der mich als eine der ihren aufgenommen hat!