Besonderheiten

Bilingual Lessons- Religious Instruction/English


Since the school year 2003/04 bilingual religious instruction has been offered to the 10th classes of the gymnasium.

At the beginning our class was divided into two groups, one was pleased about having the chance of improving and extending their English vocabulary and speaking English besides English lessons, the other was skeptical and afraid of not understanding one word. But after a few lessons all of us were convinced that they had made the right deci-sion. The first bilingual phase was between the autumn and winter holidays. The theme we talked about was the death penalty which we were all very interested in. Mr. Wo-jciechowski showed us some statistics and facts about the death penalty which shocked us all very much and we realized how little we really knew about this theme. In groups we discussed the arguments for and against death penalty and thought about our own atti-tude to this topic.

We watched the film Dead Man Walking, a film which made us see the person on Death Row not only as a murderer but also as a human being. To our surprise we understood nearly the whole film. At the end of this phase we had to do a test which wasn't that difficult. The second term was between Easter and Pentecost. This time we talked about Violence at American Schools, described pictures and talked about the Columbine High School massacre in 1999 and the massacre in Erfurt in 2002. We discussed the problem of violence at American and German schools and tried to find solutions for this problem.

We also talked about Mahatma Gandhi and Dr. Martin Luther King Jr. and their idea of non-violent resistance. We finished this phase by watching the movie American History X, a movie about racism, and writing our second test.

After some communication problems at the beginning everything developed well and we were soon not afraid anymore of saying something wrong, because it is not the grammar which matters, but the things you say. The themes we talked about were very interesting and made us think about them even after lesson had finished. Mr Wojciechowski gave us freedom to discuss in groups and to express our own opinions on certain topics and told us much about his own experience at American Schools.

We really improved our speaking skills and our vocabulary and many of us wanted to speak English in religious instruction the whole year. We can only advice the other stu-dents also to take bilingual religious instruction because it's very interesting and varied.

Tanja Christ, 10b

Business English (Wahlunterricht Wirtschaftsenglisch)


Im Rahmen des Wahlunterrichtangebotes kann am Maria-Ward-Gymnasium seit einigen Jahren ein Fach belegt werden, das unter dem Titel Wirtschaftsenglisch in der offiziellen Wahlfächerübersicht aufgeführt ist.

Zielgruppe sind in erster Linie Schülerinnen ab der 9. Jahrgangsstufe im Wirtschaftswissenschaftlichen Zweig sowie ab der 10. Jahrgangsstufe im Neusprachlichen Zweig.

Die Bezeichnung „English Conversation for Business“ beschreibt das eigentliche Anliegen des Kurses vielleicht etwas treffender. Der englischsprachige Unterricht bezieht sich zwar thematisch auf einzelne Inhalte des Klassenunterrichts in Wirtschaft und Recht. Im Mittelpunkt steht jedoch die Förderung der Sprechfertigkeit und des Hörverstehens, teilweise auch des schriftlichen Ausdrucks im Englischen in sogenannten „business contexts“ durch Vermittlung und Anwendung von Fachwortschatz, z.B. bei

Rollenspielen, Dialogübungen und Diskussionen,
Versprachlichung von Cartoons und anderem Anschauungsmaterial,
Besprechung von aktuellen authentischen Hör- sowie Lesetexten (auch vergleichend mit
Gegebenheiten im englischsprachigen Ausland),
True-false-Aufgaben,
Auswerten und Erstellen von Tabellen und Grafiken,
Verfassen einfacher englischsprachiger Geschäftsbriefe oder Memos,
Verfassen englischsprachiger Bewerbungsschreiben,
Training für Vorstellungsgespräche,
kleineren Präsentationen,
Internetrecherchen, etc.

Bezüglich Anwesenheitspflicht und Arbeitsbereitschaft gelten die gleichen Bestimmungen und Erwartungen wie für Pflichtunterricht. Die Teilnahme an diesem Kurs wird im Zeugnis vermerkt und stellt eine Zusatzqualifikation dar, die beim Eintritt in das Berufsleben von Vorteil sein kann.

Dies gilt umso mehr, als in der zweiten Jahreshälfte auch auf eine extern gestellte und korrigierte Prüfung der Londoner Industrie- und Handelskammer ( London Chamber of Commerce and Industry Examinations Board ) in English for Business vorbereitet wird, durch die zusätzlich ein international anerkanntes Zertifikat in Geschäftsenglisch zur Verbesserung beruflicher Chancen erworben werden kann.

Alle Schülerinnen, die sich seit Juli 2006 dieser Prüfung unterzogen, haben erfolgreich abgeschnitten, zum überwiegenden Teil mit den Prädikaten “pass with distinction” oder “pass with credit”.

H. - Richard Koch, StD

Fiesta in Aztlán: Chicano Literature am Maria-Ward-Gymnasium


Eine Fortbildung der eher außergewöhnlichen Art fand für Lehrkräfte der oberfränkischen Schulen und auch für Studenten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg in der Aula der Maria-Ward-Schulen statt.

Auf Initiative des U.S. Generalkonsulats, des Amerikahauses München und von Professor Heiner Bus, seit vielen Jahren Amerikanist an der Bamberger Universität und der europäische Experte für Chicano Literature, gaben hochkarätige Fachmänner und –frauen einen ca. fünfstündigen Einblick in ein Thema, von dem im Englischunterricht normalerweise nur wenig zu hören ist.


Jorge Huerta von der University of California, San Diego, gab zunächst eine theoretische, aber niemals theorielastige, sondern im Gegenteil höchst temperamentvolle Einführung in die Chicano Bewegung und das Chicano Theatre von den Anfängen in den 60er Jahren bis zur Gegenwart. Ausgehend davon, was Chicanas und Chicanos eigentlich sind – nämlich aus Mexiko eingewanderte bzw. von Einwanderern abstammende Einwohner der Vereinig-ten Staaten - erläuterte er die Notwendigkeit des Konflikts im Drama, Parallelen des Chicano Dramas zu Bertolt Brechts Werken und die zentralen Themen der Actos, ca. zehn- bis fünfzehnminütiger in kollektiver Arbeit anfangs von Laien erschaffener Dramen, die sozial Ungerechtigkeit symbolisch verschlüsselt anprangern. Auch deren Weiterentwicklung bis zur Gegenwart war sein Thema.
Jorge_Huersta
Carlos Morton, Dozent an der University of California, Santa Barbara und selbst Autor zahlreicher Bühnenstücke [The Many Deaths of Danny Rosales and other Plays (1983); Johnny Tenorio and Other Plays (1992) ], bot anschließend szenische Lesungen aus seinen Werken [besonders El Jardín – An Acto – in dem er die Entdeckung Amerikas mit der Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments verbindet] zur Veranschaulichung der Chicano Experience.
Carlos Morton
Josefina Lopez schließlich, Autorin der Bühnenvorlage zu dem Hollywood-Films Real Women have Curves und Gewinnerin des Audience Award 2002 des Sundance Festivals, befasste sich eingehend mit der weiblichen Erfahrungswelt im Chicano-Drama und bot gemeinsam mit dem Entity Theatre Workshop, München, eine szenische Lesung aus dem Stück. Anschließend bestand die Möglichkeit, Drama und Film miteinander zu vergleichen.
Josefina Lopez
Den anwesenden Lehrkräften und Studenten bot sich an diesem Nachmittag ein abwechslungsreicher Einblick in einen faszinierenden und leider immer noch zu wenig bekannten Teil der US-amerikanischen Literatur.

Norbert Wojciechowski OStR