Schulleben

Unsere Fahrt nach Rom war ein einmaliges Erlebnis!

Ein herzlicher Dank an alle, die mitgeholfen haben!

300 Jahre ist unsere Maria-Ward-Schule Bamberg, Gymnasium und Realschule, heuer alt geworden. Als besonderen Höhepunkt des Jubiläumsjahres gab es eine Romfahrt vom 22. – 27.10.2017. Mit zwölf Doppeldeckerbussen und dem Reisesegen von Erzbischof Ludwig Schick starteten rund 700 Schülerinnen aus Gymnasium und Realschule zusammen mit 100 Begleitpersonen, Lehrer, Eltern und einem Filmteam, nachmittags vom Hallstadter Real Parkplatz aus nach Rom. In der ewigen Stadt am Tiber verbrachten die 800 Pilger unvergessliche, sonnige Tage. Fast alle Maria-Ward-Schülerinnen, mit Ausnahme der fünften und zwölften Jahrgangsstufe, nahmen freiwillig an der Romfahrt teil. Und erlebten Einmaliges.
Höhepunkte der Reise
Höhepunkte der Romfahrt waren sicherlich die Papstaudienz auf dem Petersplatz, eine Messe mit Erzbischof Schick im Petersdom und gleich bei der Ankunft ein Schulgottesdienst mit dem neuen Bamberger Jugendpfarrer Norbert Förster, in der altehrwürdigen Kirche St. Paul vor den Mauern. „Es war toll, dass wir diese berühmte Lokalität für unsere Schule bekommen durften, Bamberger Flair in Rom“, schwärmte Studienrätin Birgit Abraham. Die Schülerinnen durften neben dem christlichen Rom jede Menge kulturelle Highlights des antiken Rom erleben. Zahlreiche historische Stätten, die die Mädchen nur aus dem Geschichtsbuch oder dem Lateinunterricht kannten, wie Kolosseum, Forum Romanum, Engelsburg, Ostia Antica, der alte Hafen Roms, oder die Katakomben an der Via Aurelia standen zudem auf dem prall gefüllten Besichtigungsprogramm. Aber auch etwas Freizeit, sich austoben und Party abends in den Gruppenunterkünften auf dem kinderfreundlichen Campingplatz „Camping Village Roma“ mit Spielplatz und Pool waren angesagt.
Tolles Gemeinschaftserlebnis
„Eine besondere Schule, eine besondere Reise“, fasste Oberstudiendirektor Stephan Reheuser die Fahrt am Ende zusammen. Die Organisation der ungewöhnlichen Reise durch die Firma Alpetour, die mit einem neunköpfigen Team die große Gruppe begleitete, sei top gewesen. Die Schülerinnen hätten sich rücksichtsvoll gezeigt und gingen respektvoll miteinander um, trotz kleiner Pannen. „Wir haben ein tolles Erlebnis miteinander geteilt!“, so Reheuser. Bei den lang andauernden Sicherheitskontrollen am überfüllten Petersplatz etwa, auch am Kolosseum und am Forum Romanum warteten die Mädchen geduldig in langen Schlangen auf den Sicherheitscheck am Eingang, selbst wenn sie dabei von anderen Besuchergruppen teils rabiat abgedrängt wurden. Das Frühstück und Abendessen im Restaurant des Campingplatzes nahmen die Mädchen und Lehrkräfte in zwei Schichten ein. Ordinariatsrat Hans-Dieter Franke von der Hauptabteilung Schule und Religionsunterricht, der die Schülerinnen ebenfalls begleitete, und Erzbischof Schick, der die 800-köpfige Reisegruppe aus Bamberg bei der Papstaudienz auf dem Petersplatz traf, waren von den Schülerinnen begeistert. Der Bamberger Oberhirte zeigte sich beeindruckt und stolz.
Papstaudienz bei Sonnenschein
Als Papst Franziskus bei der Audienz die ungewöhnlich große und junge Pilgergruppe aus Bamberg ganz vorne auf dem Petersplatz namentlich und auf Deutsch begrüßte, vorstellte und mit den Worten „Der Herr segne euch und eure Familien!“ segnete, jubelten die Mädchen lauthals und schwenkten begeistert ihre roten Maria-Ward-Halstücher. Nach der Audienz brachten die Bamberger dem Papst ein Ständchen. Dann lief Erzbischof Schick ein Stück quer über den Petersplatz durch die Absperrung zu „seiner Pilgergruppe“ aus Bamberg und begrüßte die glücklichen Reisenden bei strahlenden Sonnenschein herzlich. Die Bamberger hätten einen starken Eindruck – „forte“ - beim Papst hinterlassen, so Schick.
Messe im Petersdom
Tags darauf feierte Erzbischof Schick gemeinsam mit Diözesanjugendpfarrer N. Förster und den Schülerinnen und Lehrkräften eine Heilige Messe im Petersdom. Einige Schülerinnen ministrierten oder sprachen Fürbitten. Religionslehrerin Irmgard Gehringer hielt die Lesung und Religionslehrer Tobias Winter spielte die kleine Orgel. Die Messe fand an einer ganz besonderen Stelle im Petersdom statt, nämlich vorne in der Apsis, am Kathedraaltar von St. Peter, direkt über dem Grab des Heiligen Petrus. Schick hatte zuvor den Schülerinnen diesen besonderen Ort und seine Symbolik erklärt. Der Bamberger Bischof sprach im Pilgergottesdienst über die christliche Hoffnung in Anlehnung an die Ansprache des Papstes vom Vortag und gedachte gemeinsam mit der Pilgergruppe der Apostel Peter und Paul als wichtigster Säulen der Kirche. Danach dankte Schick allen Wallfahrern ausdrücklich, segnete sie für die Heimreise und überreichte ihnen als Andenken an den Heiligen Vater und die Romfahrt Papstbildchen für alle sowie vier Rosenkränze vom Papst für teilnehmende Personen, die sich besonders um die Schulfahrt verdient gemacht haben. Der anschließende Fototermin hinter dem Kathedraaltar wurde von Security schnell beendet.
Schülermeinungen
„Rom hat mir sehr gut gefallen, am besten das Kolosseum und der Petersdom“, bilanzierte etwa die Gymnasiastin Columba aus der 7. Klasse die Romfahrt. „Mir hat es sehr gut gefallen, nur das frühe Aufstehen nicht und die Kälte nachts!“, meinte eine Oberstufenschülerin. Übermüdet, glücklich und mit zahlreichen unvergesslichen Eindrücken von Rom, Papst Franziskus und dem einmaligen Gemeinschaftserlebnis der Schulwallfahrt fuhren die Schülerinnen in den zwölf Bussen wieder nachts nach Hause.

02.11.2017 | Eva Lederer

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