Schulleben

NS-Zeitzeuge Ernst Grube zu Besuch am MWG

Ernst Grube erlebte als Kind und Jugendlicher hautnah die NS-Diktatur und ihre Auswirkungen auf das jüdische Leben in Deutschland. Von diesen Erfahrungen berichtete der 85-Jährige Münchner den Schülerinnen der neunten Jahrgangsstufe des Gymnasiums und nahm sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit des Nationalsozialismus.

Angefangen mit seinen frühesten Kindheitserinnerungen erzählte Herr Grube den Schülerinnen in chronologischer Abfolge seine Kindheitsgeschichte, in der er nur selten Kind sein konnte. Als Sohn einer Jüdin und eines Deutschen wuchs er in München auf, wurde jedoch zusammen mit seinen Geschwistern in einem jüdischen Kinderheim großgezogen, nachdem seine Eltern aufgrund ihres jüdischen Hintergrundes ihre Wohnung verloren hatten. Es folgte ein Leben in Isolation und Angst, das geprägt war vom Lagerleben und einem Aufenthalt im Ghetto Theresienstadt. Die Schülerinnen lauschten gebannt den persönlichen Berichten und Erzählungen, die den Schrecken und die Brutalität des NS-Regimes deutlich werden ließen. Grube gelang es, die Schülerinnen mit seiner authentischen und ruhigen Art in seinen Bann zu ziehen. Zudem stellte er auch den Bezug zu heute her, indem er die alle Schülerfragen beantwortete und beispielsweise auf die Lage von Flüchtlingen einging sowie seine Gedanken zu den Menschenrechten, Gewalt und Ausgrenzung darlegte.
Die Begegnung mit Grube und dessen persönlichen Schilderungen von persönlichen Schicksalen hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den Schülerinnen, die eine lebendige Geschichtsstunde erlebten, deren Thematik noch nach Schulschluss in den Köpfen der Schülerinnen Nachhall fand.

13.03.2018 | Hille

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