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Bericht Schüleraustausch Argentinien

Als wir von dem Austausch mit Argentinien erfahren haben, waren wir beide davon sehr begeistert und meldeten uns sofort an.

Wir hatten die Möglichkeit, schon vorher Kontakt mit unseren Austauschschülern aufzunehmen. Da beide einen sehr sympathischen Eindruck machten, freuten wir uns schon auf ihre Ankunft. Am 15. Februar kamen beide in Deutschland an. Sie waren sehr müde und erschöpft vom Flug. Am nächsten Tag mussten sie aber gleich mit in die Schule. Dort wurden sie freundlich von ihren neuen Klassenkameradinnen begrüßt. Mit der Verständigung gab es keine Probleme, da sie schon seit dem Kindergarten Deutsch lernen. Während des ca. dreimonatigen Aufenthaltes haben wir versucht, ihnen so viel wie möglich von Deutschland zu zeigen und ihnen so eine wunderschöne und hoffentlich unvergessliche Zeit in Deutschland zu ermöglichen.
Am 24. Juli ging es dann für uns los. Nach einem 13-stündigen Flug kamen wir um ca. 6:45 Uhr in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, an. Dort wurden wir beide von unseren Gastfamilien freundlich empfangen. Zu dieser Zeit waren in Argentinien noch Winterferien. Diese eine Woche Ferien verbrachten wir getrennt voneinander. Luisa blieb noch eine Woche mit ihrer Gastfamilie in Buenos Aires, wo sie Sehenswürdigkeiten wie den Obelisco, La Boca, die Casa Rosada, den Barrio Chino oder Palermo besucht hat. Danach ist sie in das Mundo Marino gefahren und kam am Samstag in Mar del Plata an. Ich bin gleich mit meiner Gastfamilie nach Mar del Plata gefahren. Die Fahrt hat nochmal fünf Stunden gedauert. Dort habe ich einige Ausflüge mit meiner Gastfamilie gemacht. Wir haben zum Beispiel ein Museum besucht, sind am Strand spazieren gegangen oder haben uns das Zentrum von Mar del Plata angeschaut. Außerdem hat meine Familie mit mir asado gegessen. Das ist gegrilltes Fleisch und wird dort sehr oft gegessen. Bei diesem Essen wurde ich gleich der ganzen Familie, also den Großeltern, Tanten, Onkeln und Cousinen vorgestellt und ich habe mich schon von Anfang an sehr wohl gefühlt. Nach einer Woche Ferien ging es für uns wieder in die Schule. Am Anfang war es sehr ungewöhnlich für uns, dass der Direktor morgens jeden mit einem Küsschen auf die Wange begrüßt hat. Der Unterricht in Argentinien ist im Vergleich zu Deutschland viel entspannter. Außerdem war es für uns auch ungewohnt, dass jeder Schüler eine Schuluniform tragen muss. Wir sind gerne in die Schule gegangen, da wir uns dort mit anderen Deutschen angefreundet haben. Mit diesen sind wir auch nach der Schule ab und zu mal ins Zentrum gegangen oder haben zusammen Pizza gegessen.
Gegen Ende unseres ca. sechswöchigen Aufenthaltes bin ich mit meiner Gastfamilie noch in den Urlaub geflogen. Dazu mussten wir wieder 5 Stunden nach Buenos Aires fahren und von dort ca. 2 Stunden mit dem Flugzeug fliegen. Unsere Reise ging in den Norden von Argentinien, an die Grenze zu Paraguay und Brasilien. Dort befinden sich in den Regenwäldern von Argentinien und Brasilien die Cataratas de Iguazú. Das sind die größten Wasserfälle der Welt. Hier gibt es viele Tierarten, die die meisten nur aus dem Zoo kennen. Wir haben zum Beispiel Tukane, Nasenbären, Affen, Schildkröten, tropische Schmetterlinge und andere Vögel gesehen, die es in Deutschland nicht gibt. Die Wasserfälle haben mir wirklich gut gefallen. Wir hatten auch die Möglichkeit, mit einem Boot sehr nah an die Wasserfälle heran zu fahren. Nach dem Rückflug nach Buenos Aires durfte auch ich die Hauptstadt Argentiniens kennenlernen. Auch ich finde diese Stadt sehr schön. Nach meiner Reise haben wir noch zwei Wochen in Mar del Plata verbracht, bevor wir am 3. September wieder nach Deutschland geflogen sind. Der Abschied ist uns sehr schwer gefallen. Unsere argentinischen Familien sind uns in dieser viel zu kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen. Trotzdem waren wir sehr glücklich, als wir nach dem 13-stündigen Rückflug wieder in Deutschland ankamen.
Durch die Reise sind viele gute Freundschaften entstanden und wir haben gute Eindrücke von einem Land bekommen, in welches wir ohne diesen Austausch vermutlich nie gegangen wären. Es war wirklich eine tolle Erfahrung, die wir bestimmt nie vergessen werden. Wir sind sehr froh, dass wir diesen Austausch machen konnten.

23.01.2019 | Luisa Suppe und Justine Zenk

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