Schulleben

Französisch-Austausch 2017

Reisebericht Grenoble

Montag, 6. März 2017
Montagmorgen wurden wir davon überrascht, dass Hr. Thiel unser „Kochersatz“ sein sollte. Er begleitete uns und Frau Nicola (an dieser Stelle: Gute Besserung Hr. Koch!). Fast pünktlich starteten wir von der Brose-Arena in Richtung Westen.
Nachdem die Mädchen bereits mehrmals die Raststättentoiletten gestürmt hatten, tat der Himmel es uns gleich. Es fing an zu regnen und sollte bis in die späte Nacht nicht aufhören. Aufgrund der vielen Staus in der Schweiz, kamen wir mit zwei Stunden Verspätung gegen 21 Uhr vor dem Collège du Grésivaudan in St. Ismier an. Wegen des Regens konnten wir fast nicht unsere Austauschpartner erkennen, die uns mit Bises (Küsschen) rechts und links in ihre Obhut nahmen.
Dienstag, 7. März 2017
Nach unserem ersten Morgen in der, für uns noch ungewohnten Umgebung, wurden wir im Collège vom stellvertretenden Schulleiter, Monsieur Anselme, ganz herzlich begrüßt und mit einem „petit goûter“ verwöhnt. Er betonte, wie wichtig internationale Freundschaften sind und wie wir dazu beitragen, das französisch-deutsche Verhältnis zu stärken. Wir waren ganz aufgeregt, da wir im Anschluss ein paar Stunden französischen Schulalltag erleben durften.
Nachmittags machten wir uns auf den Weg nach Grenoble und fuhren mit den „Bulles“ hoch auf die Bastille, die majestätisch über der Stadt thront. Der Besuch reichte leider nur für ein Gruppenfoto, da es zuzog und ein Regenschauer uns wieder zurück ins Innere der Stadt trieb. Nach und nach ließ der Regen nach und wir durften die Stadt mithilfe einer kleinen Stadtrallye erkunden.
Mittwoch, 8. März 2017

Bei deutlich besserem Wetter bestiegen wir früh am Morgen den Bus und fuhren gut gelaunt in das eindrucksvolle Vercors-Massiv. Dort erwartete uns eine mystische Höhle, die einem Fantasieroman entsprungen zu sein schien. Überrascht wurden wir von den schön beleuchteten Wassermassen, die sich bereits seit Tausenden von Jahren ihren Weg durch das Gestein bahnen. Wir wurden verzaubert von den äußerst filigranen Fisteln, uralten, dünnen Kalkröhrchen, die wie seidene Vorhänge von der Decke hingen und wie Kristalle glitzerten. Den Abschluss der äußerst interessanten Führung bildete eine atemberaubende Musik- und Lichtshow, die wir in der größten Halle der Höhle genießen durften.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und wurde von jeder Gastfamilie individuell gestaltet.
Donnerstag, 9. März 2017

An diesem Tag unternahmen wir eine dreistündige Fahrt nach Lyon. Die Führung begann auf einem von Lyons Hügeln, auf dem sich die reich geschmückte Basilika „Notre-Dame de Fourvière“ befindet. Der Weg zurück nach unten in die Stadt führte uns auch durch das 2000 Personen fassende Amphitheater der alten Römer und durch einen wunderschönen „Jardin“. Unten in der Altstadt, die von den beiden Flüssen Rhône und Saône umschlossen wird, lernten wir von unserer erfahrenen Führerin die Kunst des „Traboullierens“. Aufgrund der altertümlichen Bauweise waren die größeren Straßen durch italienisch anmutende Innenhöfe und kleine Passagen verbunden, die man durch stets offene Türen passieren konnte. Der Rundgang endete in der Kathedrale St. Jean. Danach durften wir noch in kleinen Gruppen die Innenstadt besichtigen.
Freitag, 10. März 2017
Vor dem Aufbruch an diesem sonnigen Tag wurde spontan eine Gesangsprobe für die am Abend stattfindende Abschlussparty angesetzt. Danach fuhren wir nach Grenoble zum Besuch des „Musée de la Résistance“, in welchem es um die Besetzung Frankreichs durch Deutschland und den französischen Widerstand ging.
Nachdem der Bus uns in der Stadt „aufgegabelt“ hatte, fuhren wir nach Vizille. Dort erwartete uns ein zauberhaftes Schloss mit einer riesengroßen Parkanlage im englischen Stil. Nach einer kleinen Pause wurden uns im „Musée de la Révolution“ von deutschsprachigen Führern die Geschichte und die Auswirkungen der französischen Revolution durch großartige Kunstwerke näher gebracht.
Am Abend fand die Abschlussfeier statt. Die Eröffnung des Buffets erfolgte für die meisten von uns sehr überraschend, doch als wir zur Gesangseinlage übergingen, kam endlich Stimmung auf. Hr. Thiel entschied spontan mit Freiwilligen ein Jonglierspiel zu starten, das sehr viel Koordination erforderte. Auf einmal fingen die Franzosen an, nach und nach alle Stühle der Cafeteria nach draußen zu räumen, um dort eine große Runde „Reise nach Jerusalem“ mit uns zu spielen.
Montag, 13. März 2017
Nachdem wir das Wochenende mit unseren Gastfamilien verbracht hatten, trennten wir uns an diesem letzten Morgen mit mehr oder weniger schwerem Herzen von unseren Austauschschülern und -schülerinnen und warfen noch einen letzten Blick auf die im Morgenlicht glühenden Berge. An dieser Stelle danken wir unserem gewissenhaften Busfahrer Stefan, der uns immer gesund und munter zum Ziel und auch an diesem Tag souverän wieder nach Hause brachte und immer pünktlich an Ort und Stelle war. Am Abend wurden wir endlich wieder von unseren Eltern und Geschwistern in die Arme geschlossen.

18.04.2017 | Clara Löffelmann, Katharina Ihring, Magdalena Banik 10eG

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