Schulleben

Alexandra Draheim - vor über 80 Jahren Schülerin an der Maria-Ward-Schule

Die heute wohl älteste ehemalige Schülerin befand sich 1934 im Vorabiturjahr des Maria-Ward-Gymnasiums, damals noch Institut der Englischen Fräulein , und feierte nun in Gundelsheim ihren 101. Geburtstag.

Eine überaus fitte „junge“ ältere Dame trafen Ordinariatsrat Franke und Schulleiter Reheuser an, als sie Frau Draheim dort zu diesem nicht alltäglichen Fest gratulierten und ihr den Maria-Ward-Abiturientinnnenschal überreichten.
Frau Draheim war bis 1934 Schülerin am Maria-Ward-Gymnasium in Bamberg. Nur männliche Lehrkräfte hätten Sie damals unterrichtet, erzählt die Jubilarin mit wachem Blick fast ein wenig spitzbübisch, da noch kaum eine der Ordensschwestern die Lehrbefähigung für die Oberstufe besaß. Gerade mal sieben Schülerinnen seien sie vor 83 Jahren in der Vorabiturklasse gewesen, unter ihnen auch eine Jüdin und eine Protestantin – ein Zeichen für die Offenheit des Instituts. Und sie hielten alle lebenslang die Verbindung zu einander aufrecht durch einen jährlichen Klassenbrief und gelegentliche Wiedersehen. Sie ist nun als Letzte übriggeblieben.
Ihr Abitur konnte Frau Draheim allerdings nicht am MW ablegen, da ihr Vater Paul Köttnitz, der damalige Bezirksamtmann (heute Landrat) von Bamberg, wegen seiner Ablehnung der Nazis des Amtes enthoben und nach Würzburg versetzt wurde. Dort legte Alexandra Draheim ihr Abitur 1935 an einem staatlichen Gymnasium ab: „Das war mit der guten Vorbildung aus MW kein Problem für mich!“, lobte die 101-jährige die schon damals gute Ausbildung an unserer Schule.
Viele schwierige Situationen musste Frau Draheim in der Kriegs- und Nachkriegszeit meistern, wobei sie nie ihren Optimismus und ihre Tatkraft verlor. Noch mit 101 Jahren löst sie jeden Freitag souverän das wirklich nicht einfache Kreuzworträtsel in der FAZ, die ihr deshalb zu ihrem 100.Geburtstag einen eigenen Artikel widmete.
Den Geist zu trainieren, sich mit Literatur, Kunst und Geschichte zu beschäftigen, lebenslang Klavier zu spielen und dem Leben Positives abzugewinnen – das scheint wohl das Geheimnis von Frau Draheims körperlicher und geistiger Frische im hohen Alter zu sein.
Die gesamte Maria-Ward-Schulfamilie wünscht Frau Draheim alles Gute und weiterhin viel Gesundheit für die vor ihr liegende Zeit.

16.10.2017 | Reh

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