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Nach 2 ¼ Stunden waren die Strohsterne ausverkauft

Beim traditionellen Weihnachtsmarkt in der Maria Ward Schule wurden in diesem Jahr das letzte Mal selbstgefertigte Strohsterne angeboten. 29 Jahre lang bastelten die „Sternfrauen“ Maria Starklauf und Elfriede Schmittlutz in den Wintermonaten in vielen hundert Arbeitsstunden mehr als 17.600 Sterne und spendeten den Verkaufserlös von insgesamt 25.129,00 €.
Die Spende erhielten jedes Jahr die Missionsniederlassungen der Congregatio Jesu in Chile, Rumänien und Sibirien, wofür diese sich herzlich bedankten. Leider muss diese Unterstützung nun aufhören.

Dieses Jahr war auch der 30. Verkauf durch den Freundeskreis, der von der verstorbenen Lehrerin Luitgard Mehling gegründet worden war.  Mehrere Frauen, vor allem Anneliese Markert, unterstützt durch ihren Mann, bastelten seit 1987 für den Weihnachtsmarkt. Teddybären, Puppen, verschiedener Weihnachtsschmuck, schöne, selbst kreierte, gestickte Karten und diverse Kleinigkeiten wurden jährlich verkauft und brachten jedes Mal über 1.000,00 € ein. Auch dieser Erlös wurde an die oben genannten Missionsstationen der Congregatio Jesu abgegeben und so konnten diese mit der jährlichen Finanzspritze ihre schwierige Situation etwas verbessern, was sie jedes Jahr in dankbaren Mitteilungen bestätigten.


Bericht von unseren Sternfrauen: Elfriede Schmittlutz und Maria Starklauf:

Angefangen hat alles ganz bescheiden im Jahr 1988, dem ersten Jahr meiner Tochter Sibylle im Gymnasium der Englischen Fräulein. Es war üblich, dass Eltern eine Spende für den Weihnachts-markt abgaben. Meine Tante, die damals Strohsterne für den Bekanntenkreis bastelte, animierte mich auch dazu. So spendeten wir Strohsterne, aufwendig mit Klarsichtfolie in Sets verpackt.
Diese Vorgehensweise war wenig praktikabel. So entschieden wir im darauffolgenden Jahr,  selbst anzutreten. Im „Weihnachtszimmer“ von Sr. Theresia behängten wir die Tafel. Mit der „Erfindung“ unserer Tapetentüten war auch das Transportproblem für die Käufer gelöst.
Anfang 1994 verstarb meine Tante. Sie war für die filigranen Sterne zuständig gewesen.

Und nun zeigte sich, was wahre Freundschaft ist: Meine Freundin Elfi sprang ein und wurde seitdem mehr als unentbehrlich. Sie übernahm das Anfertigen der Filigransterne aus gespalteten Halmen. In den Wintermonaten November bis März kam sie an vielen Wochenenden auch zu mir und unterstützte mich beim Binden der Sterne aus gebügeltem Stroh. Unter der Woche war ich in dieser Zeit mit Stroh sortieren, Sterne zuschneiden und Auspreisen beschäftigt.

Eingespannt war auch meine Mutter, die in unendlicher Geduld Halm für Halm bügelte und Hunderte von kleinen Sternchen an Halme band. 2007 verstarb sie, ihr Arbeitsanteil musste seitdem von mir übernommen werden.

Der stetige Verkaufserfolg, das Lob unserer Käufer und der gute Zweck waren für Elfi und mich Ansporn, Jahr für Jahr unser Angebot zu erweitern, sowohl die Stückzahl, als auch die Modelle. Besonders gerne fertigte ich die Riesensterne. Dank Routine und Erfahrung ging uns beiden die Arbeit leicht von der Hand.

Wir hatten viele treue Kunden, jedes Jahr kamen aber auch neue Käufer dazu.

1997 überschritten wir mit unserer Spende erstmals die magische 1000-€-Grenze (2.150 DM). Unser Rekordjahr war 2012 mit 1.350 € Spende aus 894 verkauften Sternen.

Insgesamt konnten wir in 29 Jahren  mehr als 17.600 Sterne verkaufen und über 25.000 € spenden.


Der Entschluss, aufzuhören, fällt uns beiden schwer. Ausschlaggebend waren gesundheitliche Gründe und der riesige Zeitaufwand  mit vielen hundert Stunden jährlich.

 

23 Jahre waren wir als „Sternfrauen“ ein gutes Team – gemeinsam haben wir viel geschafft, gemeinsam hören wir auf.


19.12.2016 | Sr. Ulrike Dimler

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