Neubau

17. Unser neues Schul-Village am Heinrichsdamm entsteht

Holzmodulbauweise mit vielen Vorteilen

Ab dem Schuljahr 2019/20 wird der Großteil der Maria-Ward-Schülerinnen aus Realschule und Gymnasium im neuen Village am Bamberger Heinrichsdamm unterrichtet, damit der historische Schulbau an der Edelstraße in einem weiteren Bauabschnitt saniert werden kann. Nur die Schülerinnen der 5. und 6. Klassen bleiben voraussichtlich im Neubau an der Edelstraße. Der inzwischen fast fertige Interimsbau am Heinrichsdamm bietet als Ausweichquartier Platz für 26 Klassenzimmer. Er entstand in massiver Holzmodulbauweise. Das hat viele Vorteile.

Mittels eines großen Krans wurden insgesamt 63 Module an ihren Bestimmungsort transportiert und dort zusammengesetzt. Jetzt wartet der Interimsbau am Heinrichsdamm auf seine Nutzung durch die Schülerinnen der Maria-Ward-Schulen in Bamberg ab dem Schuljahr 2019/2020.
Diözesan-Architekt Claus Trübenbach geht von einer Nutzungszeit von vier Jahren durch die Bamberger Maria-Ward-Schule aus. Danach ist geplant, das Gebäude zurückzubauen und an die Schweizer Herstellerfirma ERNE zurückzugeben. Ein entsprechender Rückkaufvertrag wurde bereits geschlossen. Die Module können anschließend an einem anderen Ort für eine neue Nutzung wieder aufgebaut werden.

Nach Trübenbachs Aussage ist die Holzmodulbauweise für den Interimsbau in vielfacher Hinsicht von Vorteil. Während viele Container meistens aus Blech gebaut sind und sich vor allem in den Sommermonaten stark aufheizen, sind die Holzmodule aus bauphysikalischer Sicht von deutlich besserer Qualität. So ist bei Holzgebäuden aufgrund ihrer besseren Dämmung ein starkes Aufheizen bei sommerlichen Temperaturen nicht gegeben.
Das Mobiliar für die 26 Klassenzimmer, die im Schnitt von 28 Schülerinnen belegt sein werden, stammt aus den bisherigen Klassenzimmern der Schule an der Edelstraße.
Einen ersten Container in Holzbauweise nutzen derzeit noch die Berufsfachschulen Maria-Hilf mit einigen Klassen. Nach deren Auszug, der wahrscheinlich zu Ostern kommenden Jahres erfolgen wird, werden in dem Gebäude Räume für den Biologie-, Chemie- und Physikunterricht eingerichtet. Die Kosten für den Bau des dreigeschossigen Interimsbaus belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro, hinzu kommen 200 000 Euro für die Demontage und den Rückbau. Die Herstellerfirma wird die Module laut Vertrag für 1,1 Millionen Euro zurückkaufen.

20.11.2018 | Andreas Kuschbert, Heinrichsblatt

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