Schulpsychologie

Seit dem Schuljahr 1989/90 arbeite ich als Schulpsychologin an unseren Schulen. Es ist die Aufgabe von Schulpsychologen an bayerischen Schulen, das Beratungsangebot für unsere Schülerinnen und ihre Familien zu ergänzen. Meine Aufgaben umfassen sowohl die Beratung unserer Schülerinnen und ihren Eltern als auch von Lehrkräften und Schulleitungen. Da Schulpsychologen in Bayern immer auch als Lehrer tätig sind (ich unterrichte Englisch an beiden Schulen), bin ich mit den Strukturen unserer Schulen und den Problemen unserer Schülerinnen vertraut.

Einer meiner Tätigkeitsschwerpunkte liegt in der Einzelberatung. Ich helfe bei bestehenden Problemen im Lern- und Leistungsbereich, aber auch bei Verhaltensproblemen oder familiären Schwierigkeiten. Im Gespräch mit den einzelnen Schülerinnen und /oder ihren Eltern werden die Ursachen für aktuelle Probleme gesucht und Wege erarbeitet, mit diesen besser umgehen zu können. In manchen Fällen genügen einige wenige Kontakte, wenn es sich um ein klar umgrenztes Anliegen handelt, z.B. das Ausprobieren neuer Arbeitstechniken. In anderen Situationen kann eine Beratung auch ein längerfristiges Begleiten sein, wie etwa bei familiären Problemen. Als Schulpsychologin kann ich zwar keine Therapie anbieten, aber durchaus eine Verbindung zu weiterführender professioneller Hilfe herstellen. Dabei ist jede Beratung selbstverständlich und grundsätzlich streng vertraulich.

Sowohl in der Schullaufbahnberatung als auch in der sonstigen Beratung setze ich als Schulpsychologin unterschiedliche Tests und Fragebögen ein. Sie geben mir Aufschluss über die Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften von hilfesuchenden Schülerinnen. Besonders bei der Beratung für die Eignung für eine bestimmte Schulart oder der Diagnostik von Lese- und Rechtschreibschwächen oder –störungen kommen solche Tests zum Einsatz.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt im präventiven Bereich. Ich biete Kurse und Seminare für Schülerinnen und Eltern an, die dazu beitragen sollen, dass bestimmte Probleme sich nicht verfestigen oder am besten erst gar nicht auftreten. Zu diesen Angeboten gehören:

  • Kurse zur Lernförderung
  • Training zur Bewältigung von Prüfungsängsten
  • Autogenes Training
  • Ausbildung und Betreuung von Konfliktlotsen
  • Elternabende oder –seminare zu jahrgangsspezifischen Fragestellungen
  • Diagnostik von  Lese-und Rechtschreibstörung:

Ab diesem Schuljahr unterscheidet die bayerische Schulordnung nicht mehr zwischen  Rechtschreibschwäche und Legasthenie. Es gibt nur noch eine Lese-und Rechtschreibstörung.                                                                                                                           
Diese kann vom Schulpsychologen diagnostiziert werden. Es kann, muss aber kein Kinder-und Jugendpsychiater einbezogen werden.                         

Wenn der Verdacht auf eine Lese-und Rechtschreibstörung besteht, berät der Schulpsychologe  in einem ersten Schritt die Eltern und Schüler, führt die erforderlichen Untersuchungen durch und schreibt eine Stellungnahme. Dann stellen die Eltern einen Antrag auf Nachteilsausgleich und/oder Notenschutz bei der Schulleitung. Diese prüft und bewilligt den Antrag. Der Antrag kann für alle Formen der Lese-und Rechtschreibstörung in Zukunft auch für Schülerinnen der Oberstufe gestellt werden.



Vorläufige Termine für das Schuljahr 2016/2017:
Sept./Okt. 2016
Ausbildung der Konfliktlotsen
Okt. 2016 - Dez. 2016
Kurse zur Lernförderung für die 5. Klassen Gymnasium und Realschule
November 2016
Elternabende für alle 5. Klassen zum Thema „Lernen lernen (09.11. oder 15.11.)
Feb. - Juni 2017
Autogenes Training für alle 5. Klassen 

Telefonsprechstunde: Dienstag, 10.30 Uhr bis 11.15 Uhr (0951/29608-42)

Email: scu@mws-bamberg.de


 Ulrike Schleifer, OStRin i. K., staatliche Schulpsychologin, Diplom-Psychologin