Die Geschichte unserer Schulen

In Bamberg sind seit 1717 Schwestern und MitarbeiterInnen darin engagiert, Mädchen nach den Grundsätzen Mary Wards auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu erziehen und zu bilden. Das erzieherische Wirken musste lediglich in den Jahren der NS-Diktatur unterbrochen werden, als den Schwestern aus ideologischen Gründen die Unterrichtserlaubnis entzogen wurde.

Träger von Gymnasium und Realschule war bis Ende 2001 das Institut der Englischen Fräulein (Maria-Ward-Schwestern), Teil einer weltweit verbreiteten Ordensgemeinschaft mit ignatianischer Ausrichtung, die sich inzwischen Congregatio Jesu nennt. Mit dem Jahr 2002 ging - aus finanziellen Gründen - die Trägerschaft der Schule an die Erzdiözese Bamberg über. Der Name änderte sich dann in Maria-Ward-Schulen Bamberg, das Gepräge der Schule bleibt aber weiterhin bestehen. Die Tagesschule und das Internat - Einrichtungen, die das Bildungsangebot der Schulen ergänzen - wurden weiterhin von der Congregatio Jesu geleitet. Seit August 2011 ging nun auch die Tagesschule in die Trägerschaft der Erzdiözese Bamberg über, während das Internat geschlossen werden musste.

Als katholische Schule in freier Trägerschaft legen wir großen Wert auf ganzheitliche Erziehung und auf die Weitergabe christlicher Werte. Dabei spielt die Vermittlung von sozialen Kompetenzen, bestmöglicher Förderung der unterschiedlichen Begabungen und der Erziehung zu einer selbstbewussten Frau in Familie, Beruf und Gesellschaft eine entscheidende Rolle.

Von ca. 120 Lehrkräften werden derzeit etwa 1350 Mädchen bzw. junge Frauen am Gymnasium (mit einem sprachlichen, sowie einem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt) und an der sechsstufigen Realschule (mit wirtschaftlichem und sprachlichem/hauswirtschaftlichem Zweig) unterrichtet. Mit der Verantwortung für Profil und Lehrauftrag der beiden staatlich genehmigten und anerkannten Schulen und der sie begleitenden Einrichtungen ist aber auch eine erhebliche finanzielle Belastung verbunden.

Ein Teil davon wird nach Art. 38 des Schulfinanzierungsgesetzes durch staatliche Zuschüsse getragen. Es bleibt dennoch eine erhebliche Lücke in Millionenhöhe. Die kirchlichen Sparmaßnahmen gingen auch an unserer Schule nicht vorüber, aus diesem Grund mussten wir das monatliche Schulgeld einführen. Für die kommenden Jahre kürzt das Erzbischöfliche Ordinariat nochmals den Zuschuss. Gleichzeitig sind wir aber sehr bemüht, ein ansprechendes Bildungsangebot an Unterrichtsräumen, -material und Wahlkursen zu gewährleisten.

Zur Erfüllung unserer Bildungs- und Erziehungsaufgabe sind wir immer mehr auf die Unterstützung und Förderung von anderer Seite angewiesen. Deshalb wurde 1998 ein Förderverein gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die genannten Anliegen unserer Schulen und ihrer begleitenden Einrichtungen zu unterstützen.