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Studientag 2019

Inwiefern stellt sich die Frage nach Erlösung heute überhaupt noch und was verbinden Menschen gegenwärtig mit dem Bösen?

Am 19. Februar unternahmen interessierte Oberstufenschülerinnen mit Herrn Winter einen Katzensprung nach nebenan in die Markusstraße. Dort veranstaltete das Institut für Katholische Theologie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg einen offenen Studientag für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe.

Unsere Teilnehmerinnen durften zum Thema „Erlöse uns von dem Bösen?!“einen Vormittag „Uniluft“ schnuppern. Also ab in den Hörsaal, der sich rasch mit knapp 200 Schülerinnen und Schülern füllte, schnell noch einmal einen großen Schluck Kaffee und schon gab es anspruchsvolle sprachliche Kost zu verdauen.

Die christliche Hoffnung auf Erlösung angesichts des Bösen scheint nämlich gegenwärtig kaum mehr an Bedeutung zu besitzen. Sowohl in Bezug auf die konkrete Lebensgestaltung als auch in eschatologischer Hinsicht wirkt die theologische Rede von Erlösung und dem Bösen vermeintlich schwerfällig und wenig anschlussfähig an heutige Denkweisen. 
So widmete sich der Studientag der aus dem Vaterunser bekannten Bitte „Erlöse uns von dem Bösen“, indem er unter anderem folgende Fragen aufgreift und theologisch beleuchtet: Was heißt Erlösung aus biblischer Perspektive? Welche Optionen bietet der biblische Befund, wenn man Erlösung nicht nur unter eschatologischen Gesichtspunkten denkt? Spielt das Böse für derzeitige Glaubensüberzeugungen eine Rolle? Ist es noch zeitgemäß, vom Teufel zu sprechen? 

Hierzu zeigte zum einen Prof. Dr. Joachim Kügler mit seinen Statement „Nichts leichter als Sünden vergeben – reicht aber auch nicht!“ biblische Konzepte von Erlösung jenseits bloßer Seelenrettung auf. Zum anderen erörterte Prof. Dr. Jürgen Bründl mit dem Statement „Erlöse uns von „dem“ Bösen?“ die Frage, warum Christen nicht an den Teufel glauben, die Theologen aber trotzdem von ihm reden.

Nach den Vorlesungen kamen Dozierende und Studierende mit den Schülerinnen und Schülern in Arbeitskreisen über das Dargelegte ins Gespräch – ganz im Sinne eines Seminars an der Universität. Gebündelt wurden die Erkenntnisse und Fragen in einer abschließenden Podiumsdiskussion, an der die Professoren sowie unsere Schülerinnen und die die der anderen Gymnasien munter beteiligt waren. 

Auch wenn die Frage nach dem allgemeingültigen, seligmachenden Rezept zur Erlösung unbeantwortet blieb, sind wir doch alle selbst zur Verantwortung gerufen, weiterzudenken und zu überlegen, was zur Erlösung beiträgt. Indem wir nämlich unserer eigenen Sehnsüchte bewusst werden, können wir auf unser persönliches Glück und auf ein gelingendes Leben positiv Einfluss nehmen.


28.02.2019 | Tobias Winter

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